Kleben
Kleben
Beim induktiven Kleben handelt es sich überwiegend um Anwendungen aus dem Automobilbereich, beispielsweise beim Kleben von Motorhauben oder Türen. Auch in der Elektrotechnik sowie in der Haushaltsgeräteindustrie kommen entsprechende Verfahren erfolgreich zum Einsatz.
Hierbei zeigen sich die Vorteile der Induktionserwärmung besonders deutlich – insbesondere in Bezug auf die kurze Erwärmungszeit und die hohe Zielgenauigkeit des Erwärmungsprozesses.
So funktioniert induktives Kleben
Viele moderne Klebstoffe härten oder aktivieren durch gezielte Wärmezufuhr aus. Die Induktionserwärmung bringt die Wärme direkt in die Klebefuge beziehungsweise in das angrenzende metallische Bauteil ein, statt die gesamte Baugruppe in einem Ofen zu erwärmen. Das verkürzt die Aushärtezeit erheblich und schont temperaturempfindliche Bauteile und Beschichtungen in der Umgebung der Klebestelle.
Vorteile gegenüber Ofen- und Warmluftverfahren
- Kurze Taktzeiten, die Klebefuge erwärmt gezielt und schnell, ganze Baugruppen müssen nicht durchwärmt werden
- Schutz empfindlicher Bauteile, Lack, Kunststoffe und Elektronik in der Umgebung bleiben kühler
- Reproduzierbare Prozessführung, Temperatur und Erwärmungszeit lassen sich exakt steuern und dokumentieren
- Gute Integration in die Serienfertigung, geeignet für automatisierte Taktstationen ebenso wie für den manuellen Arbeitsplatz
Typische Anwendungen
Induktives Kleben wird unter anderem eingesetzt beim Fügen von Karosserieteilen wie Motorhauben, Türen und Kotflügeln, bei der Verklebung von Metall- und Kunststoffbauteilen in Haushaltsgeräten sowie bei elektrotechnischen Baugruppen, bei denen eine schnelle, lokal begrenzte Erwärmung gefordert ist.
FAQ zum induktiven Kleben
Welche Klebstoffe eignen sich für induktives Kleben?
Geeignet sind wärmehärtende oder wärmeaktivierbare Klebstoffe, die auf eine definierte Aktivierungs- oder Aushärtetemperatur reagieren. Die passende Kombination aus Klebstoff, Induktor und Prozessparametern stimmen wir auf Ihre Anwendung ab.
Warum ist induktives Kleben schneller als Ofenhärtung?
Weil die Wärme gezielt in die Klebefuge beziehungsweise in das angrenzende Metallbauteil eingebracht wird, statt die gesamte Baugruppe in einem Ofen durchzuwärmen. Das verkürzt die Aushärtezeit und spart Energie.
Lässt sich induktives Kleben automatisieren?
Ja. Neben manuellen Arbeitsplätzen realisieren wir auch automatisierte Klebestationen mit SPS-Steuerung, die sich in bestehende Fertigungslinien integrieren lassen.
Sie planen eine Klebeanwendung? Sprechen Sie mit uns, wir zeigen Ihnen anhand Ihres Bauteils und Klebstoffs, wie sich der Prozess induktiv und wirtschaftlich umsetzen lässt.